Eder lässt nun nach Richtsätzen prüfen
Perach. Zu einer engagierten Diskussion ist es im Gemeinderat über die kostenmäßige Behandlung des bevorstehenden Feuerwehrhaus-Umbaues gekommen.
Bürgermeister Georg Eder berichtete eingangs über die
Kostengrenze für das Projekt. Wie er sagte, gehe man von Gesamtkosten
von 500 000 Euro aus. Hiervon abzuziehen seien die Zuschüs-
se, die Eigenleistungen und die Barzuschüsse der Wehr und der
Wasserwacht. Der Gemeindeanteil dürfe, wie bereits im Jahr 2007
beschlossen, 250 000 bis 300 000 Euro nicht
übersteigen.
Eder erklärte eingangs der Diskussion: „Mir ist bewusst, dass massive
Forderungen aus den Fraktionen kommen, eine Kostenplanung für den
Feuerwehrhausbau aufzustellen.“ Er wolle aber keine unnötigen
Diskussionen über den Finanzplan hervorrufen.
Stefan Schönstetter meinte hierzu: „Eine saubere Finanzplanung muss sein. Es wäre geradezu abenteuerlich, einfach 500 000 Euro anzusetzen“. Ins selbe Horn stieß 2. Bürgermeister Hans Latta, der sich bei Planeingabe für eine Kostenermittlung aussprach.
Bürgermeister Eder sagte: „Eine
Baukostenermitt-
lung nach Kostenrichtsätzen wird uns sicherlich
erschrecken.“ Sie sei auch nicht unbedingt ziel-
führend, da darin das
Eigenleistungs-Potenzial von Wehr und Wasserwacht noch mit enthalten
sei. Außerdem koste diese Planung zusätzliches Geld.
Gemeinderat Karl-Heinz Eder meinte: „Bei dem Bau werden sicherlich
nur die Materialkosten ins Gewicht fallen, die Feuerwehr ist zu einer
enor-
men Eigenleistung bereit.“ Ferner sprach er sich dafür aus,
den Sozialtrakt sofort zu errichten und, sollte die geschätzte Bausumme
nicht rei-
chen, erst später die anderen Arbeiten in Angriff zu nehmen.
Letztlich
sagte Bürgermeister Georg Eder zu, eine Kostenermittlung nach
Richtsätzen zu prüfen, um eine breite Mehrheit im Gemeinderat für das
Projekt sicherzustellen.
Für sämtliche gemeindlichen Gebäude ist
im Zuge des Feuerwehrhaus-Umbaues die Errichtung eines
Blockheizkraftwerkes geplant. Der Bürgermeister informierte, dass eine
Vorprüfung der Heizungs-
firma ergeben hat, dass die benötigten Puffer-
speicher
im bestehenden Keller im Gemeindehaus sinnvoll untergebracht werden
können, lediglich der Warmwasserboiler müsste im Feuerwehrhaus
installiert werden.
Karl-Heinz Eder beantragte im Namen der Wehr
auf dem Dach des künftigen Sozialgebäudes eine Fotovoltaikanlage zu
errichten. Aus steuerlichen Gründen solle diese von der Gemeinde
betrieben werden. Mit den Überschüssen aus dem Betrieb sollen
Ausrüstungsgegenstände für die Wehr finanziert werden. Einstimmig wurde
beschlossen, dass die Gemeinde eine Netzprüfung durchführen
lässt. - hoi
ANA vom 27.05.2010