Peracher Bürgermeister fordert auf der Jahres-
hauptversammlung
Eigenleistungen im Wert von 200 000 Euro
Perach. Eigentlich könnte die Feuerwehr rundum zufrieden sein: elf
Neuaufnahmen allein im ver-
vergangenen Jahr, dazu ein finanzielles Plus und
ein starkes Vereinsleben. Doch wirklich freuen wollte sich bei der
Jahreshauptversammlung am Montag niemand. Grund dafür: der geplante
Neu-
bau des Feuerwehrhauses. Wann er kommt, steht weiter in den Sternen.
Bis kurz vor Versammlungsschluss mussten die Besucher im
vollbesetzten
„Oberwirt“ warten, dann brachte Bürgermeister Georg Eder das Thema zur
Sprache. Von „Notwendigem und Machbarem vereinen“ sprach er, vom
„Willen, etwas zu tun“ und davon, dass man sich beim Feuerwehrhaus
„nicht in eine Sackgasse manöv-
rieren“ dürfe. Dann wurde der Rathauschef
deut-
licher. „Halb- und Unwahrheiten“ seien verbreitet worden - auch in
der Feuerwehrführung. „Wenn es so weitergeht, kommt es zum Showdown“,
kündigte Eder an. Es könne nicht sein, dass stän-
dig „persönliche
Süppchen“ gekocht würden.
Zum Sachverhalt um die laufenden Planungen gab es dagegen
wenig Neues.
Die Gemeinde habe ver-
sucht, über das Konjunkturprogramm des Bundes an
Gelder zu kommen, habe vom Landratsamt aber eine Quasi-Abfuhr bekommen,
so der Bürger-
meister, der hofft, dass zumindest das Heizsys-
tem
gefördert wird. Ob und wann gebaut wird, konnte Georg Eder nicht sagen.
Zuerst brauche er das Vertrauen der Feuerwehr und müsse wis-
sen, mit
welchen Eigenleistungen er rechnen kann. „Wir brauchen in etwa
Eigenleistungen im Wert von 200 000 Euro“, so der Bürgermeister.
Vor der Rede bestimmten positive
Nachrichten die Hauptversammlung, an
der auch Pfarrer Max Weigl sowie Kreisbrandrat Werner Huber und
Kreisbrandinspektor Alois Wieser teilnahmen.
Mit 15 neuen Jugendlichen,
darunter neun Mädchen, hat die Peracher Feuerwehr eine deutliche
Verjüngungskur hinter sich. 77 Aktive zählt die Wehr, die 2008 laut
Kommandant Peter Prinz zu 27 Einsätzen ausrücken musste und die auch
sonst mit 27 Übungen gut beschäftigt war.
Trotz des Kaufs einiger Schutzanzüge, Uniformen und kleinerer Ausrüstungsgegenstände konnte Kassier Peter Vitzthum ein leichtes Plus in der Jahresbilanz vermelden, wobei besonders das Dorffest Geld eingebracht hätte.
Nicht nur die aktive Mannschaft, auch der Rest des Vereins hatte im vergangenen Jahr viel zu tun. Von der Beteiligung an Vereinsfeiern und Dorffesten berichteten Vorstand Karl-Heinz Eder und Schriftführer Bernhard Reisbeck, vom rasanten Wachstum der Jugendsparte Fredl Eder. Peter Kurzinger warb um neue Mitglieder für die Feuerwehr-Senioren, die seit gut fünf Jahren den Verein bereichern.Eine Überraschung hatte Karl-Heinz Eder für den ehemaligen
Bürgermeister Richard Stubenvoll. Für seine "angjährigen und
außergewöhnlichen Leis-
tungen" ernannte ihn Eder zum Ehrenmitglied.
Ebenfalls überraschend kam die Ankündigung, einen Tanzkurs für die Feuerwehr organisieren zu wollen, weil Eder um die Tanzkünste der FFW-Jugend fürchtet (siehe So gesehen auf Seite 21).

Geehrte,
Politik und FFW-Führung (von links):
Bürgermeister Georg Eder, KBI Alois
Wieser, Herbert Wol-
ferseder, Matthias Spielmannleitner, Georg Gartmeier, Karl-Heinz Eder,
Bernhard Reisbeck, Karl-Heinz Waitzho-
fer, Peter Schreiner, Peter Prinz, Günther Maier und KBR Werner Huber
(Foto: Kleiner)
EHRUNGEN:
10 Jahre
Hauzinger Josef
Schickhuber Christoph
Spielmannleitner Andreas
20 Jahre
Eder Thomas
Weidinger Franz
25 Jahre
Maier Günther
Reisbeck Thomas
Wolferseder Herbert
30 Jahre
Feichtner Ludwig
Gartmeier Georg
Waitzhofer Karl-Heinz
40 Jahre
Reisbeck Bernhard
Schreiner Peter
Spielmannleitner Matthias
BEFÖRDERUNGEN:
Feuerwehrmann:
Baisl Mathias
Maier Manuel
Wimmer Markus
Oberfeuerwehrmann:
Bachmaier Markus
Diensthuber Hermann
Gesierich Philipp
Grabmaier Konrad
Grabmaier Manfred
Heindlmeier Franz
Oberhaizinger Konrad
Schickhuber Christoph
Spielmannleitner Andreas
Vitzthum Markus
Waitzhofer Reinhard
Oberlöschmeister:
Eder Alfred
Webersberger Hubert
Hauptlöschmeister:
Neff Alfred
Oberbrandmeister:
Maier Günther
Hauptbrandmeister:
Kurzinger Peter